Prostata-Karzinom Zentrum

Das Prostatakarzinom ist in Deutschland der häufigste bösartige Tumor beim Mann laut Robert Koch Institut mit über 58.500 (2004) Neuerkrankungen im Jahr. Das Prostatakarzinom stellt als zweithäufigste krebsbedingte Todesursache beim Mann auch ein gesundheitspolitisches Problem dar, das auf Grund der demographischen Entwicklung bzw. der Alterung der Bevölkerung in den nächsten Jahren vermehrt in den Vordergrund treten wird.
Die Diagnostik und Behandlung dieser Geschwulst ist sehr komplex geworden. So ist eine intensive inter- und intradisziplinäre Zusammenarbeit die Voraussetzung, die Patienten optimal und individuell, effektiv zu behandeln.
Die rasante Entwicklung der Labordiagnostik, nuklearmedizinischen Verfahren und bildgebenden Diagnostik, die Weiterentwicklung der schonenden operativen Techniken, strahlentherapeutischen Verfahren und medikamentösen Behandlung mit wirksamen Zytostatika, bieten vielfältige Möglichkeiten zur Behandlung dieser Erkrankung. Aus diesem Grund haben wir ein Prostata-Karzinom-Zentrum mit der Aufgabe, dem Patienten bestmögliche Behandlung aus erster Hand anzubieten, gegründet.
Interne Mitglieder des Prostata-Karzinom-Zentrums
- Klinik für Urologie, Kinderurologie und urologische Onkologie
Leiter Prof. Dr. med. Darko Kröpfl - Klinik für Internistische Onkologie/Hämatologie
Leiter Prof. Dr. med. Hansjochen Wilke - Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Leiter Priv.-Doz. Dr. med. Jens-Albrecht Koch - Klinik für Naturheilkunde u. Integrative Medizin
Leiter Prof. Dr. med. Gustav Dobos - Pathologisches Institut an den Kliniken Essen-Mitte
Leitung Priv.-Doz. Dr. med. Arnold und Dr. med. Pahnke
Externe Mitglieder des Prostata-Karzinom-Zentrums
- Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie des Alfried Krupp Krankenhauses
Leitung Frau Dr. med. Felicitas Guntrum - Klinik für Strahlentherapie des Universitätsklinikums Essen
Direktor Prof. Dr. med. Stuschke - Institut für Pathologie der Helios Kliniken Wuppertal GmbH
Direktor Prof. Dr. med. Störkel - ATZ - Ambulantes Tumorzentrum
S. Draia u. Dr. med. A. Koziorowski
Fachärzte für Strahlentherapie
Assoziierte Mitglieder des Prostata-Karzinom-Zentrums
- Niedergelassene Urologen
- Niedergelassene medizinische Onkologen
- Strahlentherapeuten
Das Zentrum arbeitet eng mit seinen Mitgliedern zusammen - als deren Partner in der Diagnostik und bei der Nachsorge der Patienten.
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Gutartige Prostatavergrößerung:
Die gutartige Vergrößerung der Prostata findet sich bei fast allen Männern über 60 Jahre. Oft sind die Patienten beschwerdefrei. Liegen keine Beschwerden vor, ist auch kein Grund für eine Behandlung gegeben.
Typische Beschwerden sind:
- Häufigeres nächtliches Wasserlassen
- Verzögerter Beginn des Wasserlassens
- Abschwächung des Harnstrahles
- Resturin in der Blase nach dem Wasserlassen
Werden diese Beschwerden ignoriert und die Erkrankung schreitet fort, kann es bis zu einem Stau des Urins in den Nieren kommen. Die Folge davon kann eine Funktionsstörung der Nieren sein, die im Extremfall dauerhaft ist.
Die Diagnostik wird mittels körperlicher Untersuchung, Tastung der Prostata und Ultraschall des Bauchraumes und durch den Enddarm (TRUS) in aller Regel durch Ihren niedergelassenen Urologen durchgeführt. Er entscheidet, welche Form der Therapie sinnvoll ist. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, zunächst medikamentös mit sog. Alphablockern zu behandeln. Sind hierunter die Beschwerden nicht zufriedenstellend zu behandeln, kommen operative Verfahren in Frage.
Je nach Größe der Prostata, Alter und Begleiterkrankungen des Patienten kommt die Entfernung des gutartigen Prostatagewebes mittels elektrischer Schlinge, Laser, offen-chirurgisch oder minimal-invasiv (laparoskopisch) in Frage.
Bösartige Neubildung der Prostata:
Ein Schwerpunkt unserer Klinik ist die operative Behandlung des Prostatakarzinoms. Das Prostatakarzinom ist eine sehr häufige Erkrankung, die gerade in den letzten Jahren durch die breitflächige Nutzung des PSA-Wertes im Rahmen der Vorsorge vermehrt diagnostiziert werden konnte. Dank des PSA-Wertes wird in vielen Fällen der Tumor in einem Frühstadium gefunden, was mit der nachfolgenden entsprechenden Therapie meistens zu einem nahezu beschwerdefreien Leben über viele Jahre bis Jahrzehnte führt.
Bei einem lokal begrenzten, nicht metastasierten Prostatakarzinom ist in den meisten Fällen die Totaloperation der Prostata angezeigt. Dabei verfügen wir über große operative Erfahrungen durch hohe Operationszahlen sowie modernste medizinische Technik, die zur Behandlung des Prostatakarzinoms angewendet wird. Dadurch sind die gefürchteten Komplikationen nach Totalentfernung der Prostata wie Inkontinenz und Impotenz deutlich geringer.
Wir gehören zu ersten Kliniken in NRW, die die sogenannte da Vinci® Prostatektomie durchführen - eine minimal-invasive Prostatektomie mittels des Roboter-assistierten da Vinci® Systems. Näheres zur da Vinci® Prostatektomie stellen wir Ihnen auf der Seite da Vinci® Operationen vor.
Eine regelmäßige Qualitätskontrolle führen wir basierend auf einer Datenerfassung bei mittlerweile über 1600 Patienten durch.
Kommt aus bestimmten Gründen eine Operation nicht in Frage, ist bei dem lokal begrenzten Tumor eine Bestrahlung die Therapie der Wahl. Diese kann ambulant über einen Zeitraum von mehreren Wochen in einer Strahlenklinik durchgeführt werden.
Hat der Tumor bereits Tochtergeschwülste gesetzt, kann in vielen Fällen durch eine Hormonbehandlung oder eine Chemotherapie über einige Jahre ein beschwerdefreies Leben ermöglicht werden. Grundsätzlich arbeiten wir bei allen Patienten eng mit den niedergelassenen Urologen, Pathologen, Nuklearmedizinern, Radiologen, Strahlentherapeuten und Onkologen zusammen. In weit fortgeschrittenen Fällen kann auch eine Schmerztherapie und die Betreuung durch die Palliativmedizin sinnvoll sein. Interdisziplinär wird so ein Therapiekonzept erstellt, das dem Stadium der Erkrankung entspricht.
Aus dieser Zusammenarbeit ist das erfolgreiche Projekt der Integrierten Versorgung entstanden, dessen Zielsetzung sich in der Arbeit unseres Prostata-Karzinom-Zentrums widerspiegelt.
Kontakt
Unter folgender Rufnummer können Sie einen Termin zur Prostata-Karzinom-Sprechstunde vereinbaren:
- Telefon: (0201) 174-29051
- Telefax: (0201) 174-29000
- E-Mail: a.bartelds(at)kliniken-essen-mitte.de