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Klinik für Urologie, Kinderurologie und Urologische Onkologie

Ansprechpartner

Sekretariat Frau Schmitt-Giehler

Rufnummer

Tel.: +49 (0) 201 174-29001

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Tumorchirurgie

Im Folgenden erfahren Sie einiges zu Tumorerkrankungen und dazugehörenden operativen Eingriffen in der Urologie:


Prostatatumore

Als Prostata-Karzinom-Zentrum diagnostizieren und behandeln wir sämtliche gut- und bösartigen Erkrankungen der Prostata. Dabei stellt die Behandlung des bösartigen Prostatatumors einen unserer Schwerpunkte dar.


Eine neue Operationstechnik der radikalen Prostatektomie, die Roboter-assistierte minimal-invasive Prostatektomie mit dem da Vinci® System, stellen wir Ihnen auf der Seite da Vinci® Operationen vor.

Nierentumore

Die häufigste Operation bei einem Nierentumor ist die Entfernung des Tumors unter Erhalt der Niere.


Unsere Abteilung ist spezialisiert auf nierenerhaltende Operationen. Sollte eine komplette Entfernung der Niere erforderlich sein, kann diese grundsätzlich auch laparoskopisch, d. h. in der sog. "Schlüssellochtechnik", bei uns durchgeführt werden. Auch hier setzen wir die roboterassistierte Operationsmethode ein.

Die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Urologen, Pathologen, Nuklearmedizinern, Strahlentherapeuten und medizinischen Onkologen sowie der Palliativmedizin ermöglicht es uns, die geeignete Diagnostik und Therapieform entsprechend dem Tumorstadium Ihrer Erkrankung zu bestimmen.

Harnblasenkarzinom

Das Harnblasenkarzinom ist eine der häufigsten Tumorerkrankung, deren Auftreten mit zunehmendem Alter steigt.


Die operative Behandlung reicht von der einmaligen endoskopischen Operation durch die Harnröhre (transurethrale Resektion, TUR), über wiederholte Eingriffe dieser Art bis hin zur operativen Entfernung der Harnblase.

Auch hier verwenden wir die modernste Operationstechnik (PDD).


Muss die Harnblase komplett entfernt werden, wird eine alternative Harnableitung benötigt. In unserer Abteilung bieten wir alle gängigen Harnableitungen wie die neue Blase aus Darm mit Anschluss an der Harnröhre (orthotoper Blasenersatz = Ileum-Neoblase), der künstliche Seitenausgang (Conduit) an. Bei diesen Eingriffen verfügen wir über eine langjährige Erfahrung. Wir führen diese Operation regelmäßig mit dem da Vinci® System durch und sind bundesweit führend.


Nicht bei allen Patienten mit einem Harnblasenkarzinom ist die Operation die geeignete Behandlungsform. Manchmal kann eine Strahlentherapie alleine, manchmal auch in Kombination mit einer Chemotherapie erforderlich sein. Die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Urologen, Pathologen, Nuklearmedizinern, Strahlentherapeuten und medizinischen Onkologen sowie der Palliativmedizin ermöglicht es uns, die geeignete Diagnostik und Therapieform entsprechend dem Tumorstadium Ihrer Erkrankung zu bestimmen.

Nierenbecken- und Harnleitertumore

Nierenbecken- und Harnleitertumore sind fast immer bösartig und gleichen Ursprungs wie das Harnblasenkarzinom, treten allerdings viel seltener auf. Bei Tumoren im Frühstadium führen wir, falls möglich, organerhaltende endoskopische Eingriffe durch. Hier kommt vor allem der Laser zum Einsatz. Wie auch beim Harnblasenkarzinom wird in der endoskopischen Diagnostik das sog. "Blaulicht" (PDD) eingesetzt.


In der Behandlung des fortgeschritteneren Tumors muss in aller Regel die betroffene Niere bzw. der Harnleiter entfernt werden. Hier bevorzugen wir die roboter-assistierte minimal-invasive Technik. Haben sich bereits Metastasen gebildet, so kann eine Chemotherapie sinnvoll sein. Die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Urologen, Pathologen, Nuklearmedizinern, Strahlentherapeuten und medizinischen Onkologen sowie der Palliativmedizin ermöglicht es uns, die geeignete Diagnostik und Therapieform entsprechend dem Tumorstadium Ihrer Erkrankungen zu bestimmen.

Hodentumore

Beim Erstbefund eines Hodentumors wird der betroffene Hoden über einen Leistenschnitt komplett entfernt. Im Rahmen der mikroskopischen Untersuchung kann der Pathologe die Größe und eine genauere Zuordnung des Tumors treffen. Diese Daten bestimmen die weitere Behandlung. Zusätzlich geben sog. Tumormarker - beim Hodentumor AFP, ß-HCG, PLAP, LDH - genauere Auskunft über das Tumorstadium.


Bei manchen Patienten ist keine weitere Therapie erforderlich, lediglich engmaschige Kontrollen. Dieses setzt jedoch eine Mitarbeit des Patienten voraus und die Bereitschaft, zumindest anfänglich sich monatlichen Kontrollen zu unterziehen. In den meisten Fällen ist jedoch eine weitere Behandlung erforderlich. Diese kann in Form einer Strahlentherapie oder einer Chemotherapie angezeigt sein.

In bestimmten Fällen, manchmal auch nach einer Strahlen- oder Chemotherapie, ist eine sog. retroperitoneale Lymphknotenentfernung notwendig. Bei dieser großen Operation werden die Lymphdrüsen entlang der großen Bauchgefäße entfernt. Wir führen diesen Eingriff unter Lupenvergrößerung durch, um die dort verlaufenden Nerven zu schonen und somit bei den in aller Regel jungen Patienten den fehlenden Samenerguss zu vermeiden.

Die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Urologen, Pathologen, Nuklearmedizinern, Strahlentherapeuten und medizinischen Onkologen sowie der Palliativmedizin ermöglicht es uns, die geeignete Diagnostik und Therapieform entsprechend dem Tumorstadium Ihrer Erkrankungen zu bestimmen.


Im Rahmen einer Hodentumorbehandlung kann eine Zeugungsunfähigkeit auftreten. Bei Patienten, die die Familienplanung noch nicht abgeschlossen haben, ist es sinnvoll, sich mit einer Praxis für Reproduktionsmedizin (künstliche Befruchtung) in Verbindung zu setzen, um ggf. eine Spermaprobe einfrieren zu lassen.

Peniskarzinom

Das Peniskarzinom ist eine sehr seltene Erkrankung. Sie macht sich durch flache oder erhabene, meistens zunächst schmerzlose Veränderungen an der Eichel oder im Bereich der Vorhaut bemerkbar. Diese können als Geschwüre, Rötungen oder Warzen auftreten. Besonders gefährdet sind Patienten mit einer Phimose (Vorhautverengung), da die Vorhaut nicht mehr zurückgestreift werden kann und somit keine Selbstuntersuchung auf auffällige Veränderungen möglich ist.


Besteht der Verdacht auf ein Peniskarzinom ist der erste Schritt in aller Regel eine Probeentnahme zur mikroskopischen Untersuchung. Bestätigt sich der Verdacht auf eine bösartige Veränderung, erfolgt in frühen Stadien die Behandlung mittels Laser. Hierdurch kann oftmals die Eichel erhalten werden. Bei fortgeschrittenen Stadien kann die Behandlung bis hin zu einer Penisamputation erforderlich sein. Besteht ein weitergehendes Risiko für eine Metastasierung, ist die Entfernung der Leistenlymphknoten, seltener auch der Beckenlymphknoten erforderlich.

 

Die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Urologen, Pathologen, Nuklearmedizinern, Strahlentherapeuten und medizinischen Onkologen sowie der Palliativmedizin ermöglicht es uns, die geeignete Diagnostik und Therapieform entsprechend dem Tumorstadium Ihrer Erkrankungen zu bestimmen.