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Witterungsbedingte Beschwerden

12.01.2011

Viele Patienten suchen derzeit wegen Schwindel, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit die Zentralen Aufnahmebereiche der Kliniken Essen-Mitte (KEM) auf. Mit gutem Grund: Der Wetterwechsel der vergangenen Tage mit raschem Anstieg der Temperatur sowie Abfall des Luftdrucks kann das Herz-Kreislauf-System belasten. Dr. Andreas Grundmeier, Leiter der Zentralen Aufnahmebereiche der KEM, erklärt die Hintergründe und gibt Tipps.

"Besonders belastend sind der rasche Wechsel der Lufttemperatur sowie des Luftdrucks. Medizinisch zu unterscheiden sind hierbei 'wetterfühlige' und 'wetterempfindliche' Personen", erklärt Notfallmediziner Grundmeier. Bei Wetterfühligen handelt es sich um körperlich gesunde Personen, die in auffälliger Weise auf die rasche Änderung der Wettereinflüsse reagieren. Gleichwohl können die subjektiven Beschwerden mit Schwindel, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit im Einzelfall ausgeprägt sein.

 

Viel trinken, ausreichend Schlaf und passende Kleidung

Wie kann man selbst therapeutisch aktiv werden? "Wichtig ist ausreichend viel zu schlafen, zur Wetterlage passende Kleidung zu tragen und genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen", empfiehlt Dr. Grundmeier. Mindestens zwei Liter sollte ein Erwachsener täglich trinken und dabei Alkohol und Koffein vermeiden. Doch all das ist wetterempfindlichen Personen oft keine Hilfe. Denn bei ihnen bestehen in der Regel Vorerkrankungen des Körpers, die durch bestimmte Wetterlagen verstärkt werden können. Neben einem Herz-Kreislauf-Leiden kann das eine rheumatische Erkrankung, Migräne oder Bluthochdruck sein. Hier gilt es, bei Auftreten von Beschwerden abzuklären, ob gesundheitliche Probleme wie ein neuer rheumatischer Schub, Angina pectoris etc. vorliegen und einer spezifischen Behandlung bedürfen. Dr. Grundmeier ergänzt: "Unter den Menschen, denen das Wetter zu schaffen macht, finden sich zeitweise auch medizinische Notfälle, die einer stationären Behandlung bedürfen. Diesem Personenkreis empfehle ich, sich bei Auftreten von Beschwerden zeitnah in ärztliche Behandlung zu begeben."