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Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung verlängert Engagement

29.10.2014

Hinten: Prof. Dr. G. Dobos, H. Defren, F.-J. Britz, J.Masling. Vorne: Prof. Dr. J. Langhorst, Dr. H. Albrecht, Prof. Dr. B. Huch (v.l.n.r.)

 

Die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung verlängert ihre Förderung der "Naturheilkunde und Komplementärmedizin in medizinischen Leitlinien" um weitere zwei Jahre und erhöht diese damit auf insgesamt 550.000 Euro - und das ist für Prof. Dr. Jost Langhorst Grund genug, "um über die bisherige Projektarbeit zu berichten und miteinander auf die weitere Zukunft anzustoßen."

 

Medizinische Leitlinien prägen die Gesundheitsversorgung. An ihnen orientieren sich die Mediziner - vor allem kommende Generationen. Doch bisher wurden naturheilkundliche und komplementärmedizinische Inhalte, die für mehr als 70% der Bevölkerung bedeutsam sind, über Jahrzehnte nicht in medizinischen Leitlinien berücksichtigt. Das wirkt verunsichernd auf die Öffentlichkeit und negativ auf die Bemühungen um wissenschaftliche Anerkennung und praktische Anwendung.

 

Der Lehrstuhl für Naturheilkunde und Integrative Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Essen gründete deshalb unter der Leitung von Prof. Dr. Jost Langhorst die Arbeitsgruppe "Naturheilkunde und Komplementärmedizin in medizinischen Leitlinien". Seit 2012 finanziert die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung die Entwicklung und Implementierung dieser naturheilkundlichen und komplementärmedizinischen Leitlinien – doch vorerst nur bis Ende 2014. "Bevor wir für dieses Projekt weitere Mittel gewähren wollten, mussten wir erst einmal bisherige Ergebnisse abwarten und uns von dem Erfolg der bisherigen Arbeit überzeugen", so Prof. Dr. Burkhard Huch, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung. "Die bisherigen konkreten Ergebnisse haben uns nun überzeugt", so Huch weiter, so dass die Arbeit bis Ende 2016 durch die Stiftung gesichert wird. Damit hat die Stiftung dann insgesamt 550.000 Euro zur Verfügung gestellt.

 

Die zentralen Aufgaben der Arbeitsgruppe sind:

- Aufarbeitung naturheilkundlicher und komplementärmedizinischer Inhalte

- Metaanalysen zur Vorbereitung von Leitlinien

- Vorbereitung von Leitlinienarbeit und Leitlinienkonferenzen

- Sondierung potentieller Experten zur Vertretung der Inhalte in diagnosebezogenen Leitlinien

- Teilnahme an Leitlinien-Konferenzen

Im Zentrum stehen neben der Allgemeinmedizin gastroenterologische, rheumatische, pneumologische, kardiovaskuläre und stoffwechselbedingte sowie onkologische Erkrankungen und chronische Schmerzleiden.

 

Die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung

 

Die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung ist 1972 von Klaus Bahlsen (1908-1991) gegründet worden und gehört heute mit einem Vermögen von fast 90 Millionen Euro zu den großen privaten Stiftungen. Wesentlicher Förderschwerpunkt ist Naturheilkunde und Komplementärmedizin – und hier die Förderung solcher Vorhaben, die sonst durch die Raster der öffentlichen Förderungssysteme fallen, z.B. weil es um noch nicht allgemein anerkannte Methoden geht, nicht der herkömmlichen Vorgehensweise entspricht oder neue Denkstrukturen erfordert. Dabei ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung meist verbunden mit "Anwendung und Verbreitung", denn Klaus Bahlsen hatte bei allen Maßnahmen seiner Stiftung den Nutzen für die Menschen im Blick. "So wissen wir im Sinne von Klaus Bahlsen entschieden zu haben, wenn durch die Arbeit der Gruppe um Prof. Dr. Langhorst zunehmend naturheilkundliche Leistungen durch Aufnahme in die Leitlinien für die Patienten möglichst auch als gesetzlich finanzierte Leistungen ermöglicht werden", so Burkhard Huch.